Helau und Alaaf! Die Jecken sind los!

Es ist wieder soweit, die Fünfte Jahreszeit ist angebrochen. Vor allem die Rheinländer in Köln, Düsseldorf und Umgebung, aber auch die Menschen in Mainz sind für ihre Leidenschaft für den Karneval bekannt. Im Süden Deutschland feiert man auch, allerdings heiß es dort Fasching – was für die kreativen Kostüme und die ausschweifenden Feiern aber keinen Unterschied macht. Ob Karneval oder Fasching, die Hauptsache ist, dass in lustiger Runde getrunken, geschunkelt und „jebützt“ wird. Unter „bützen“ versteht man übrigens Küsschen, die zum Ausdruck der Freude an Fremde und gerne auch an Polizisten oder Bürgermeister verteilt werden – im Karneval ist sowas nämlich erlaubt.

 

Woher kommt Karneval eigentlich?

Schon im 13. Jahrhundert gab es den Brauch der Karnevalsumzüge. Wagen wurden geschmückt und die Menschen setzten sich Masken auf und zogen so durch die Straßen. Der Karneval oder auch Fasching ist traditionell betrachtet die letzte wilde Zeit vor der Fastenzeit, die erst mit Ostern endet. Zu Karneval wurde also so ausschweifend mit Wein, Weib und Gesang gefeiert, wie die nächsten Wochen dann drauf verzichtet werden muss. Auch Fleisch war in dieser Zeit verboten, woher der Karneval wahrscheinlich seinen Namen hat. Das Lateinische „carne vale“ heißt nämlich so viel wie „Fleisch leb wohl“. In früheren Jahrhunderten wurde diese Fastenzeit streng eingehalten, Übertretungen konnten von der katholischen Kirche streng bestraft werden. Die Menschen befolgten die eisernen Regeln der Fastenzeit also vor allem, um gute Christen zu sein und feierten den Abschied von den sogenannten „fetten Tagen“ dafür umso mehr mit dem Karneval. Heute wird das natürlich alles nicht mehr so streng gesehen, aber der Brauch des Karnevals hat sich über die Jahrhunderte hinweg gehalten.

In Süddeutschland, der Schweiz und auch Österreich, wo die tollen Tage Fastnacht heißen, dienen die Verkleidungen traditionell vor allem einem Zweck: Man will den Winter und mit ihm die bösen Geister, die Wachstum und Ernte bedrohen, vertreiben. Zu diesem Zweck verkleideten sich die Menschen früher oftmals als Hexen und setzten Masken auf. Mit Glocken in der Hand zogen sie dann lärmend durch die Straßen, um die Geister aufzuschrecken und zu verscheuchen. Heute weiß man natürlich, dass es keine Geister gibt, die vertrieben werden müssen, aber es macht den Menschen auch weiterhin Spaß, sich zu verkleiden und dem alten Brauch zu folgen.

Kostüme – von sexy bis verrückt ist alles erlaubt

Das Wichtigste an Karneval und Fasching sind natürlich die Kostüme. Viele Jecken, vor allem die in Vereinen, arbeiten wochen- und sogar monatelang an ihrer Verkleidung, um  möglichst spektakulär auszusehen. Insbesondere Kino-Erfolge wie „Avatar“ oder „Fluch der Karibik“ geben tolle Inspirationen und Vorlagen für Karneval – Captain Jack Sparrow wird wohl auch in diesem Jahr wieder mehrfach in den Kneipen anwesend sein. Wer bei der Kostümierung nicht ganz so viel Aufwand betreiben möchte, für den gibt es Ganzkörperanzüge als Bär, Huhn, Biene und was noch so der Tierwelt entspringt. Die beliebtesten Kostüme sind wohl in diesem Jahr bei den Mädels wieder Krankenschwester, Polizistin, Piratin, Engel oder Teufel – klar, schließlich will man an Karneval zeigen, was man hat und bei den männlichen Flirtpartnern stehen diese Kostüme ganz weit oben im Kurs. Jetzt noch High Heels, Stiefel oder coole Boots dazu und die Chancen stehen richtig gut, mehr als nur einmal jebützt zu werden. Männer dagegen schwören oftmals eher auf lustige Kostüme, wie die oben genannten Tierverkleidungen. Das mag zwar warm halten und bei den Kumpels gut ankommen, aber mehr Chancen hätten sie in Uniform. Piloten, Kapitäne und Polizisten stehen bei uns Mädels besonders hoch im Kurs, doch auch Piraten, Cowboys und Indianer sind gern gesehene Flirtpartner. Also Jungs, tut uns und euch einen Gefallen und lasst das Bärchenkostüm dieses Jahr mal im Schrank hängen – eure Bützchen-Quote wird euch Recht geben.

In diesem Sinne – Helau und Alaaf und einen tollen Karneval!

Fotos: stiefelparadies.de (2), fotolia.com – K.- P. Adler (1), fotolia.com – BeTa-Artworks (1), fotolia.com – Guillaume FREY (1), fotolia.com – underdogstudios (1)

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