Wo drückt der Schuh? Was man gegen drückende Winterschuhe tun kann

„Ich kann nicht mehr laufen, meine Füße tun so weh!“

Diesen Satz hört man nicht nur auf einer Party, nachdem man schon 5 Stunden in den 14 cm hohen High Heels das Tanzbein geschwungen hat, sondern auch oft, wenn man neue Schuhe einläft. Vor allem Winterschuhe, die oftmals einen hohen Schaft haben – ob bis zum Knöchel oder bis hin zum Knie spielt dabei keine Rolle – drücken unangenehm, wenn sie neu und noch nicht eingelaufen sind. Dadurch entstehen Druckstellen, Rötungen und im schlimmsten Fall entwickeln sich daraus schmerzhafte Blasen.

Was Du gegen drückende Winterschuhe machen kannst, verraten wir Dir hier:

 

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Tipps, die man bei und nach dem Schuhkauf beachten sollte

Winterschuhe? Achte auf dicke Socken: Beim Kauf von Winterschuhen solltest Du schon beim Anprobieren dicke Socken anziehen – denn Du wirst die neuen Schuhe vermutlich auch im Alltag in Kombination mit dicken Socken tragen, was dazu führt, dass man bei Winterschuhen, gerade wenn diese gefüttert sind, oftmals eine Nummer größer benötigt als sonst.

Zuhause einlaufen: Wenn Du die neuen Schuhe dann hast, solltest Du diese am besten erst zuhause eine halbe Stunde pro Tag einlaufen. So gewöhnst Du Deine Füße langsam an die neuen Schuhe und kannst sie sofort ausziehen, sobald es schmerzhaft wird. Und zudem dehnst Du die Schuhe so auch Schritt für Schritt – verstärkt wird der dehnende Effekt noch, wenn Du 1-2 Paar dicke Socken anziehst.

Zuerst nur über kurze Strecken tragen: Frisch gekaufte Schuhe ersteinmal nur für kurze Zeit auf der Straße tragen, wie zum Beispiel bei einem Kinobesuch oder im Supermarkt. Und dann Step by Step steigern, bis Du sie irgendwann zum ausgedehnten Shopping-Marathon anziehen kannst. Sollten die Schuhe auch nach dem Einlaufen noch drücken, dann solltest Du sie versuchen zu weiten.

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Auch Kunstleder wie bei diesen Ankle Boots lässt sich mit ein paar Kniffen weiten!

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Kann man alle Schuhe auf die gleiche Weise weiten?

Nein, auf keinen Fall. Allein schon, ob die Schuhe aus Echt-oder Kunstleder sind, ist ganz entscheidend, wenn es um das Weiten und Dehnen der Schuhe geht.

 

Schuhe aus Echtleder dehnen: Leder ist ein Fasergeflecht, wodurch es die Möglichkeit gibt, diese Fasern zu dehnen. Unser Tipp: Durch das Tragen von feuchten Socken in den neuen Schuhen (bitte nur zuhause, wir wollen nicht, dass Du mit nassen Füßen nach draußen gehst und Dir eine schöne Erkältung einfängst) wird das Leder angefeuchtet und hat dann die Möglichkeit, sich schrittweise an die Fußform des Trägers anzupassen und zu dehnen. Aber auch spezielle Sprays oder Öle sind für die Dehnung geeignet. Durch die Nutzung solcher „rückfettenden“ Öle oder Sprays werden die Schuhe ebenfalls angefeuchtet, bleiben aber nach dem Trocknen durch eben diese Rückfettung beweglicher als vorher. Allerdings gilt: Niemals zu heiß trocknen! Also die angefeuchteten Schuhe nicht föhnen oder unter die Heizung stellen, denn dadurch kann das Leder starr werden oder im schlimmsten Fall schrumpfen oder brechen – und dann passt man erst recht nicht mehr in die Schuhe rein und hässlich sehen sie obendrein noch aus. Auch sollte man die Schuhe, während sie trocknen, mit Zeitungspapier ausstopfen. So lassen sie sich sanft weiten, ohne dem Schuh zu schaden.

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Schuhe aus Kunstleder weiten: Auch Schuhe aus Kunstleder lassen sich mit einigen Kniffen dehnen und weiten, auch wenn das Material im ersten Moment unnachgiebiger und härter wirkt als Echtleder. Am effektivsten geht das mit einem speziellen, fettfreien Dehnungsschaum (eigentlich für Echtleder gedacht, funktioniert aber auch bei Kunstleder – ganz wichtig: bei Kunstleder darauf achten, ein öl- und fettfreies Produkt – am besten einen Schaum – zu benutzen, andernfalls können Flecken entstehen, die Du nicht mehr entfernen kannst!) und einem Schuhspanner. Besprühe Deine Schuhe aus Kunstleder von außen und innen großzügig mit dem Spray/Schaum, so kannst Du sie nicht nur leichter, sondern auch um einiges schonender weiten. Jetzt kommt der Schuhspanner zum Einsatz: Spanne Deine Schuhe stets in kleinen Schritten und nie gleich mit der maximalen Spannung – denn sonst kann es, gerade bei preisgünstigen Schuhen, schnell passieren, dass die Nähte reißen. Lasse Deine neuen Schuhe anfangs nicht länger als zwei Stunden am Stück auf dem Schuhspanner. Wenn Du sie dreimal mit leichter Spannung (also insgesamt etwa 6 Stunden) „eingespannt“ hast, sind sie bereit für eine höhere Spannung, die auch ruhig die ganze Nacht dauern darf. So kannst Du Deine Schuhe aus Kunstleder ganz vorsichtig, aber effektiv, in Länge und Breite ein gutes Stück weiten.

Fotos: Catwoman – Fotolia.com (1), Africa Studio – Fotolia.com (1), vlukas – Fotolia.com (1), Klaus Eppele – Fotolia.com (1), katalinks – Fotolia.com (1), stiefelparadies.de (2)

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Wenig Material, große Wirkung: Mit Schuhspannern kannst Du selbst Kunstleder dehnen.

 

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Gut gestretcht: In bequem gedehnten Schuhen lässt sich auch der kälteste Winter überstehen.

 

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