Schuhlexikon von A bis Z – Z wie Zehentrenner

Im Shoe Stories Schuhlexikon von A(bsatz) bis Z(ehensteg) stellen wir euch regelmäßig einen neuen Fachbegriff aus der schönen Welt der Schuhe vor – heute Z wie Zehentrenner.

Zehentrenner oder Zehenstegsandalen assoziieren viele mit dem Begriff Badeschuhe oder Flip Flops – der englischen Bezeichnung für diese Art von Schuhen, was hierzulande jedoch ein geschützter Markenname ist. Der Name Flip Flop ergab sich übrigens aus dem Geräusch, das diese Schuhe beim Laufen machen und zugegeben, sehr elegant läuft es sich mit Zehentrennern nicht.

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Zehentrenner – das Must-have im alten Ägypten

Aber das ist auch durch die Form bedingt – wie der Name es schon verrät, halten die Schuhe nur dank der Zehenriemen am Fuß und sind somit richtig bequeme und praktische Schlappen, in die du blitzschnell hinein- und herausschlüpfen kannst. Sie sind komplett offen und lassen somit jede Menge Frischluft an den Fuß, was sie zu den perfekten Strand- und Sommerschuhen macht.

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True Blue – Zehentrenner mit Kettendetail von www.stiefelparadies.de

Zehentrenner zählen zu den ältesten Schuhtypen überhaupt, denn erstmals wurden sie vor rund 5.000 Jahren im alten Ägypten getragen. Damals eine praktische und gesunde Erfindung, um die Füße vor heißem Wüstensand zu schützen. Zehentrenner gelten als Urform der Sandalen und ursprünglich als Fußbekleidung der ärmeren Bevölkerung, da sie sowohl in Ägypten als auch später unter dem Namen „Zori“ in Japan von den „einfachen“ Arbeitern und Bauern bei der Feldarbeit getragen wurden.

Doch heute sind es lange nicht nur die Working Class Heroes, die mit Zehentrennern durch die Gegend schlappen. Auch immer mehr Fashionistas setzen auf die praktischen Simpel-Sandalen, die es mittlerweile auch in Edelvarianten – z.B. von Valentino – gibt, die Hunderte von Euros kosten. Auch Stars wie JLo lieben die Edel-Zehentrenner, die in der Jugendsprache übrigens weniger edel „Zehentanga“ genannt werden.

Zehentrenner-Parade 2014

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Zehentrenner aus Kunststoff – Badeschuhe mit Design von www.stiefelparadies.de

Richtig zur Massenware wurde der Zehentrenner erst in den 1920er Jahren, wobei er in dieser Zeit vornehmlich für den Gebrauch in öffentlichen Bädern gedacht war und vor Fußpilz schützen sollte.

Seitdem gibt es die praktische Sandale in den unterschiedlichsten Materialien und Looks. Elegante Varianten im Ethno-Style aus Leder oder Kunstleder und besetzt mit Perlen, Strass oder Schmucksteinen zum Beispiel. 2014 sind futuristische Zehentrenner aus Kunststoff und in leuchtenden Farben der Hit, die sich zudem wunderbar als Badeschuhe eignen, da sie wasserabweisend und sehr unempfindlich sind. Und: Heute müssen Zehentrenner nicht mehr zwangsläufig flach sein, sondern sie können auch durchaus mit einem kleinen Absatz daherkommen, womit sie zu den perfekten Accessoires für die Poolparty mutiert sind. Besonders reich verzierte Zehentrenner, ausschließlich für Frauen gedacht, heißen übrigens Dianetten, während die ursprünglichen Zehentrenner als Unisex-Schuhe von Damen und Herren getragen wurden. Viele tolle Mode- und Stylingtipps findest du übrigens auch im Fashion-Blog Yassiella unter http://www.yassiella.blogspot.de/.

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Zehentrenner für Glamourqueens von www.stiefelparadies.de

Fotos: viperagp – Fotolia.com (1); stiefelparadies.de

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